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Tag des Mondes/der Mane
Das Wort Montag ist aus dem angelsächsischen monandaeg abgeleitet, was "Tag des Mondes" bzw. im mittel- und oberdeutschen "Dag der Mane" bedeutet.
Sein lateinisches Äquivalent ist dies lunae. Auf englisch heißt er monday, auf französisch lundi, auf italienisch lunedi, und auf spanisch lunes.
Das uralte gemeingermanische Wort für den Mond und Monat (goth. mêna; ahd. mâno; sanskr. mâs, lat. mensis) geht auf die Wurzel mâ "messen" zurück, der Begriff ist also der des Zeitmessers. Im niederdeutschen Sprachgebiet trat das Wort als zwiegeschlechtig, neben dem mask. auch als fem., auf (westf. måne), aber auch gelegentlich im Hochdeutschen.
Der Mond ist das Symbol für die Zeit, wegen der drei, bzw. vier Mondphasen: zunehmend, Vollmond, abnehmend, Neumond. Jede Mondphase dauert eine Woche. Hat der Mond sie einmal alle durchlaufen, ist ein Monat vorbei. Daher kommt der Name "Monat".
Die traditionelle Astrologie kannte die heilige Siebenzahl der Planeten, den Tagen der Woche entsprechend, wobei auch Sonne und Mond als die Erde umkreisende Planeten angesehen wurden: Sonne, Mond, Mars, Merkur, Jupiter, Venus, Saturn. Der Erdtrabant gilt hier noch immer, wie im geozentrischen System der Antike, als "Planet", und zwar zusammen mit der Sonne als eines der beiden "Hauptlichter". Er ist der erdnächste Himmelskörper und zeigt der Erde immer das gleiche "Gesicht", das zu vielen Sagen Anlaß gegeben hat. Aufgrund seines Phasenwechsels gilt er auch in der Astrologie als "wechselvoll, mit vorübergehender Wirkung", aber doch als "Wohltäter" (benefactor), der das Gemüt und das Volksganze beeinflußt. Seine Erhöhung findet er im Tierkreiszeichen Stier, wegen der Stierhörner, die an die Hörner der Mondsichel erinnern.
Mithras-Altar mit von der Rückseite beleuchtbarer Mondsichel. Römerzeit, Bonn
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Ikonographisch wird der Mond meist als Mondsichel dargestellt, vorwiegend mit einem nach links blickenden Profil. Reine Mondsicheln treten in den Staatswappen vieler islamischer Länder auf.
Im dichterischen Bild (bei Aischylos) heißt es, der Mond ist das Auge der schwarzen Nacht.
Die weibliche Tätigkeit des Spinnens wird häufig mit dem Mond in Zusammenhang gebracht, dessen drei Hauptphasen (Vollmond, Sichelmond, Neumond oder Dunkelmond) auf die dreigestaltige Hekate (Hekate triformis) hinzuweisen scheinen (Ranke-Graves). Auch das Weben von Schicksalsfäden wird weiblichen Gestalten der Überwelt zugewiesen. Dass die Spindel in der Märchensymbolik eine wichtige Rolle spielt und mit Tod (Wandlung) und Schicksal zusammenhängt, so im Dornröschenmärchen, ebenso mit Triaden ("Von dem bösen Flachsspinnen", Grimms Märchen I / Nr. 14), ist bekannt.
Der scheinbar sterbende und auferstehende Mond weist das weibliche Prinzip (Urprinzip) dem Begriffsfeld "Unterwelt und Neugeburt" zu. In der christlichen Bilderwelt wird Maria (etwa bei der Verkündigung durch den Erzengel Gabriel) gern mit der Spindel in der Hand dargestellt, mit dem Rückverweis auf die Urmutter Eva, die ebenfalls oft spinnend abgebildet wurde ("Als Adam grub und Eva spann..."). Die Assoziation von Maria und der Mondsichel ist allgemein geläufig.
SCHILLER hat in "Die Götter Griechenlands" diese Metapher verarbeitet:
An ewig gleicher Spindel winden
sich von selbst die Monde auf und ab.
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Quellen:
Grimm, Deutsches Wörterbuch
Knaurs Lexikon der Symbole
Ranke-Graves, Die weiße Göttin
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