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Der Begriff "Saharasia" erklärt von James DeMeo |
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Ich wollte in meiner Dissertation bestimmte kulturelle
Charakteristika global aufzeichnen, um zu erkennen, ob man ihnen bestimmte geographische
Dimensionen zuordnen kann. Ich wollte erkennen, wo bestimmte soziale Institutionen ihren
Ursprung hatten, wie zum Beispiel die patriarchale Form der Heirat oder die Vererbung des
Landes an die männlichen Nachkommen oder die Einstellung gegenüber der Jungfräulichkeit,
das Jungfräulichkeits-Tabu. Wo haben alle diese Einstellungen ihren Ursprung?
Wie ist deren
geographische Verbreitung in der Gegenwart? Denn sie sind durchaus nicht global.
So entwickelte ich eine Anzahl von Karten verschiedener sozialer Institutionen und es
entstand ein bestimmtes Muster.
Es zeigte, dass sich in Nordafrika, im mittleren Osten und in
Zentralasien die eine bestimmte Kulturform lokalisierte, die patriarchalisch, autoritär,
kriegerisch und sexuell repressiv war. Diese Kultur straft die Kinder hart wegen jedes
Ungehorsams, unterdrückt die Sexualität der Heranwachsenden, die Spontaneität der
Kindheit, verlangt die Unterordnung der Kinder unter die Erwachsenen, die Unterordnung der
Frauen unter die Männer und gibt Frauen eine untergeordnete Stellung.
Diese Kulturform hat
ihre strengste Form im Gebiet von Nordafrika, dem Mittleren Osten und Zentralasien.
Das ist deshalb sehr interessant, weil diese Gegend auch der Bereich der trockensten,
härtesten Wüsten auf der Erdoberfläche ist: die Wüste Sahara und die Wüsten des Mittleren
Ostens und Zentralasiens.
So gibt es also eine parallele Überschneidung zwischen menschlichem Verhalten und einem
bestimmten Umwelt-Typ. Beide haben mit stagnierter, toter Energie zu tun, wenn man an die
Energieblockaden in patriarchalen, autoritären, hochgradig gepanzerten Charaktertypen oder
Sozialstrukturen denkt, wie Reich sie beschrieben hat:
- Blockade von Gefühl,von sexuellen
Impulsen;
- die Unterdrückung der Interessen junger Menschen: Jeder muss sich dem Gehorsam
gegenüber älteren Männern beugen, Kinder müssen den Eltern gehorchen und Frauen den
Männern, jüngere Männer den älteren Männern und gewöhnliche Menschen den politischen
und religiösen Hierarchien.
Da wird viel Energie blockiert und es entsteht viel emotionelle
und energetische Stagnation, die sich in der geographischen Landschaft wiederspiegelt, in der
Wüste, die sich aufgrund des Mangels an energetischer Pulsation gebildet hat, was zum
Austrocknen durch fehlenden Regen führte.
Man kann das Austrocknen durch fehlenden
Regen mit dem Austrocknen durch einen Mangel an Saftigkeit des Lebens der Menschen
vergleichen, die in diesen Gebieten leben.
Reich hat in den fünfziger Jahren darüber geredet. Das hat mich motiviert, meine ersten
Landkarten zu erstellen.
Meine Vermutungen gingen dahin, dass die Wüsten dieser Erde der
Ursprung dieser harten, patriarchal-autoritären Sozialstrukturen sind. Das bestätigte sich viel
eindeutiger, als ich erwartet hatte.
Auf der Grundlage dieser Arbeit begann ich eine parallele
archäologische Untersuchung. Ich bezog frühe archäologische und paläo-klimatische Studien
mit ein. Paläo-Klimatologie befasst sich mit den Klima früherer Erdepochen.
Die Paläo-
Klimatologen hatten in ihren Zeitschriften die Regionen Nordafrikas, des Mittleren Ostens
und Zentralasiens, den heutigen großen Wüstengürtel als Gras- und Waldland ausgewiesen in
einer Zeit etwa um 4000 v.u.Z.
Der gesamte Bereich der heutigen strengen Wüsten war also
vor 6000 Jahren noch feuchtes und saftiges Land, in denen es sogar Flüsse gab und Tiere wie
Elefanten und Giraffen, Flusspferde, Krokodile und Fische, Gazellen und Zebras.
Die Saharasia-These
+++
Quelle:
http://www.orgon.de
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