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Segmentäre Gesellschaft

nuer_children.jpg Buchtitel wie "Tribes Without Rulers" (Middleton/Tait 1958) oder "Regulierte Anarchie" (Sigrist 1967) verweisen auf das Hauptcharakteristikum segmentärer Gesellschaften: das Fehlen von Herrschaft.

Damit erklärt sich auch das große wissenschaftliche und politische Interesse, das diese Gesellschaften seit ihrer "Entdeckung" in den 1930er Jahren erfahren haben. Ihre Erforschung durch die britische Sozialanthropologie hat gezeigt, dass Herrschaftslosigkeit nicht nur in kleinen Wildbeutergruppen möglich ist, sondern auch in großen Stammesgesellschaften, in denen sich mehrere zehntausend Menschen ohne Zentralgewalt zu politischem Handeln vereinen können.

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Entscheidung per Konsensprinzip ... alle eine Einheitsmeinung?
Ausschnitt aus dem Grundsatzpapier der Kommune Niederkaufungen, die 1989 gegründet wurde.

In unseren bisherigen Gruppenerfahrungen, in Familie, Ausbildung und Beruf gab es Entscheidungen Einzelner über die Köpfe der anderen hinweg oder ,,demokratische" Mehrheitsentscheidungen. Beide Formen sind für unser Kollektiv nicht geeignet.
Über diktatorische Entscheidungen braucht man hier nichts zu sagen.
Beim Mehrheitsprinzip überstimmt die Mehrheit die Minderheit und setzt sich durch. Die Mehrheitsentscheidung fordert die Konzentration auf die eigene Meinung, die es durchzusetzen gilt; sie beinhaltet die Teilung in gegensätzliche Gruppen und führt zur Unterordnung der Minderheit unter den Willen der Mehrheit.

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Glücksspiele und Wetten in herrschaftsfreien Gesellschaften
Cree Stäbchen-WürfelStäbchen-Würfel auf einem Büffelfell, aufgnommen in einem Tipi bei den Northern Woodland Cree-Indianern
Egalitäre Gesellschaften trotz kapitalistischer Einflüsse

Glücksspiele dienen in egalitären Gesellschaften der herrschaftsfreien Ordnungsstabilisierung sowie der egalitären Umverteilung des ökonomi­schen Reichtums.

Ein von KulturwissenschaftlerInnen immer wieder gerne bemühtes Beispiel soll dies verdeutlichen: Mit dem „Huayru"-Würfelspiel der Canelos-Indianer Ecuadors lassen sich nämlich gleich beide Funktionen belegen.

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Wettbewerb: Unser Erbe vom Antiken Griechenland
Krieg ist nicht die einzige Form, in welcher sich der aggressive Väter-Kult in Szene setzt. Es gibt auch einen Krieg ohne Waffen, den man gemeinhin den friedlichen oder freien Wettbewerb nennt. Dass dieser aber weder frei noch friedlich ist, sondern einem tief verwurzelten Zwang des patriarchalen Selbstverständnisses entspringt, dafür liefert die griechische Tradition höchst eindrückliche Beispiele.
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Der Zusammenhang zwischen Privatbesitz, Herrschaft und Eifersucht

Zur Genealogie der Eifersucht


thumb_eifersucht Eifersucht ist der sexuelle Niederschlag des Privateigentums und nicht nur ein spezifisch menschlicher Affekt, sondern auch einer, der nur unter ganz bestimmten Bedingungen und in ganz bestimmten Gesellschaftsordnungen auftritt. Kulturen, die kein Privateigentum, sondern nur Gruppenbesitz kennen, sind stets frei von Eifersucht.
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Wie entsteht Gewalt? Wie breitet sie sich aus?
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Wenn das Stichwort „Gewalt“ fällt, fühlen wir uns alle hilflos. Viele wollen sie abschaffen, niemand weiß wie. Und doch ist es möglich, und zwar mit einfachen Mitteln.

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Entstehung und Ausbreitung des Patriarchats - die 'Saharasia'-These
saharaPatriarchale Kulturen treten weder überall noch zufällig auf. Das Kerngebiet ist die Alte Welt - die Kulturen Ozeaniens und der Neuen Welt waren weit weniger patriarchal, bzw. erst später. Der extremste Patrismus ist in einem zusammenhängenden Verband anzutreffen, ausgehend von Nordafrika über Nahen (Mittleren) Osten bis nach Zentralasien. Genau in diesem geographische Raum sind heute die extremsten und ausgedehntesten Wüstengebiete der Erde zu finden.
James DeMeo bezeichnet also diesen Raum mit den extremen klimatischen und kulturellen Bedingungen "Saharasia" (=Sahara/Arabia/Asia).
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Kluft zwischen den Generationen
Drei GenerationenEin sicheres Anzeichen eines ernsten Mangels in einer Gesellschaft ist eine Kluft zwischen den Generationen.
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Der Begriff "Saharasia" erklärt von James DeMeo
DeMeo - Klick zum VergrößernIch wollte in meiner Dissertation bestimmte kulturelle Charakteristika global aufzeichnen, um zu erkennen, ob man ihnen bestimmte geographische Dimensionen zuordnen kann. Ich wollte erkennen, wo bestimmte soziale Institutionen ihren Ursprung hatten, wie zum Beispiel die patriarchale Form der Heirat oder die Vererbung des Landes an die männlichen Nachkommen oder die Einstellung gegenüber der Jungfräulichkeit, das Jungfräulichkeits-Tabu. Wo haben alle diese Einstellungen ihren Ursprung?
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Mobbing in den Wissenschaften - Beispiel Wilhelm Reich und seine Entdeckungen
Die großen Stiftungen und Institutionen der "offiziellen Wissenschaft" vergeben routinemäßig Preise und Auszeichnungen, doch nur an die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, deren Arbeiten die allgemein akzeptierten Theorien stützen oder die die ökonomische und politische Macht bestehender Institutionen noch vergrößern.
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