Über die
herrschaftsfreie
Gesellschaft:
Matriarchat
|
|
|
|
Über Naturvölker, indigene Ethnien und Stämme - Vielfalt der Kulturen
Im Dorf gibt es weder
das Wort „schwul" noch „lesbisch", aber den
Begriff „Torhüterlnnen". Die Torhüterlnnen sind Menschen, die ein Leben
am Rande, zwischen zwei Welten verbringen - zwischen
der Dorf-Welt und der spirituellen Welt. Was immer sie tun, geben sie
nicht unbedingt an andere weiter. Es ist ihr Recht, ihr Tun für sich zu behalten.
Alle im Dorf respektieren dies, denn ohne Torhüterlnnen gäbe es keinen Zugang
zu den anderen Welten.
|
|
weiter …
|
"Trau den Weissen nicht über den Weg. Das sind Leute, die über den Blitz bestimmen, die ohne Heimat leben, die umher wandern, um ihre Gier nach Gold zu stillen. Sie sind dann freundlich zu uns, wenn sie uns brauchen, denn das Land, das sie zertrampeln, die Weiden und die Flüsse, über die sie herfallen, gehören uns. Haben sie einmal ihr Ziel erreicht, sind sie falsch und hinterhältig!". - Rosa Borõro, 1913
|
|
weiter …
|
Meine Großmutter beobachtete mich oft von ihrer Bank aus, auf der sie im Schneidersitz ruhte. Stundenlang saß sie da, ohne sich zu bewegen, während alle im Haus zu ihr kamen und sie um Rat baten oder ihre Befehle entgegennahmen. Sie war eine stolze, von unsichtbarer Kraft durchdrungene Frau. |
|
weiter …
|
|
Ausgerechnet in Mexiko, dem Land des "Machismo", gibt es eine Stadt, in der augenscheinlich alte matriarchale Strukturen überlebt haben.In Juchitán geben die Frauen den Ton an: Eigensinnig und selbstbewusst prägen sie eine Kultur des gesellschaftlichen und ökonomischen Miteinander, die sich dem weltweit vorherrschenden Konkurrenz- und Wachstumsdenken erfolgreich widersetzt. Am Beispiel der Frauen von Juchitán wird deutlich, dass es zu unserer patriarchalisch geprägten - und in vielem selbstzerstörerischen - "Normalität" lebbare Alternativen gibt.
|
|
weiter …
|
|
Amazonas-Indianerin
|
Sogenannte
'primitive' Völker, in denen die jungen Mütter engen Leibkontakt mit
ihren Säuglingen halten, bestätigen die vermuteten psychischen
Auswirkungen frühkindlicher Frustration. Die sexuell toleranten und von
Eifersucht weitgehend freien Dogon in Afrika haben das
unausgesprochene Prinzip, die Säuglinge zu stillen, so lange und so oft
diese Lust haben. Der Zusammenhang ist von unseren tiefenpsychologisch
zumeist nicht geschulten Völkerkundlern noch kaum beachtet worden. Das
vorliegende Material reicht aber aus, nachdenklich zu stimmen.
|
|
weiter …
|
Manche Werkzeuge sind in ihrer Einfachheit genial und in ihrer Wirkung ganz entscheidend. Cihuacoatl ("Schlangenfrau"), die aztekische Urahnin der Geburt, schuf aus den von Quetzalcoad in der Unterwelt gestohlenen Edelstein-Knochen die Menschen. Und sie erfand zwei wichtige Werkzeuge, die die Arbeit effektiver und leichter machten. Neben der Harke für die Bearbeitung der Erde war es vor allem der Tragriemen. |
|
weiter …
|
|
Die matriarchalen, gewaltlosen Menschen der Anden mussten mit den Problemen fertig werden, die ihnen die Männer aus Europa brachten, z.B. mit Vergewaltigung, die bei den Jaqi unbekannt ist und für die es kein Wort gibt. Die Jaqi taten das durch die Schaffung eines neuen Genres, die sog. "Weißen-Geschichten", in denen weiße Männer als nicht-menschliche zudringliche Vergewaltiger dargestellt werden. |
|
weiter …
|
|
Subsistent lebende Gemeinschaften (z.B. matriarchale) sind subversiv, weil sie sich dem herrschenden patriarchalen System entziehen; sie können von den Unterdrückungsmechanismen des (kapitalistischen) Systems nur schwer erreicht werden und sind in der Reaktion auf schwierige Situationen sehr flexibel.
Die Ausrichtung auf Subsistenz kann also die Basis für erfolgreichen und dauerhaften Widerstand gegen die Ausbeutung sein.
|
|
weiter …
|
|
Melden Sie sich jetzt für den kostenlosen Newsletter an
|
|
|
Gratis Ebook
von Hannelore Vonier:
|
|