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Medizin: Die Norm ist männlich | Drucken |  E-Mail
ChirurgDie patriarchale Schulmedizin sieht niemals das Ganze und trennt Leib und Seele. Ganzheitliche Medizin ist also keinesfalls in der herkömmlichen, patriarchalen Schulmedizin zu finden. Der (normale) Körper war schon im antiken Griechenland die medizinische Basis. Fortan meinte die Medizin immer den männlichen Körper, auch wenn sie nur vom "Körper" sprach.

Die Männergesundheit ist im Patriarchat also der "Normalfall". Die Frauengesundheit ist im Patriarchat die "Abweichung von der Normalität".

Wie weit wird heute (2003) die Frau in der Medizin (mit)berücksichtigt? Das ist erst in den Kinderschuhen. Erst seit wenigen Jahren wird teilweise und nach vielen Kämpfen von Frauen auch die Frau berücksichtigt.
Allerdings stehen wir hier erst am Anfang, ganz am Anfang. Da gibt es enorm viel Nachholbedarf.

Welches Bild vermittelt das Patriarchat über die Frau?
Die Frau ist als das schwächliche, kränkliche Geschlecht eingestuft. Diese Definition beeinflusst das Leben der Frauen negativ! Männer haben mehr Unfälle und leben durchschnittlich 6,5 Jahre kürzer als Frauen. Diese Differenz kommt zustande, weil Frauen bis zum 80. Lebensjahr durch ihr eigenes Östrogen besser vor Herzinfarkten geschützt sind. Es gibt eine Langzeitstudie über das Altern. Diese Studie wurde 1958 begonnen. Heute (2003) ist das die wichtigste Dokumentation bezüglich Alterungsprozesse für die Medizin.

CaduceusDer Wahnsinn dabei ist, dass keine einzige Frau in diese Langzeitstudie miteinbezogen wurde. Es wurden nur Männer untersucht. Und das, obwohl 2/3 aller Menschen über 65 Jahre Frauen sind.

Praktisch alle Studien über Herz-/Kreislauferkrankungen wurden ausschliesslich an Männern durchgeführt. Sogar Studien über die Wechselwirkung mit dem Hormon Östrogen wurden nur mit Männern gemacht!

Männer stehen im Vordergrund der Forschung. Frauen werden ihnen einfach gleichgesetzt. Das ist Androzentrismus pur. Die Medikamente werden für Männer gemacht und an Männern getestet. Dann wird einfach das Ergebnis 1:1 auf Frauen übertragen. Alle Dosen dieser Medikamente ist also auf den männlichen Stoffwechsel angepasst.

Es gibt da genug Beispiele, wo sich das fatal und letal für Frauen ausgewirkt hat. Es kommt z.B. zu Unterdosierungen. Die männliche Dosis ist zu gering für Frauen und das Medikament zeigt keine Wirkung. Bei Schmerzmitteln klagen Frauen dann natürlich über Schmerzen, die sie eigentlich gar nicht mehr haben dürfen. Wie reagieren Ärzte und
Schulmediziner dann? Sie stellen fest, "dass Frauen viel
schmerzempfindlicher sind" und werten das als Beweis für das schwache, kränklichere weibliche Geschlecht.

Bei blutdrucksenkenden und Herz/Kreislauf Medikamenten hat sich die Unterdosierung auch schon in vielen Fällen entsprechend ausgewirkt. Es ist dann auch nicht verwunderlich, dass es auch immer wieder Überdosierungen gibt. Derzeit befinden sich allein 40 Antibiotika und Herzmittel auf dem Markt, die bei Frauen ganz anders wirken, als bei Männern.

Viele Herzinfarkte von Frauen werden als psychische Störung deklariert, "weil diese Frau ja Medikamente einnimmt und gar keine Herzprobleme zu haben scheint." Frauen werden also schon mal als psychisch krank erklärt, nur weil die Männer-Pillen nicht wirken.

Gift Diese Sichtweise ist eine tödliche Sichtweise, die sich schon oft auch so ausgewirkt hat!

Inzwischen weiss frau, dass auch das weibliche Immunsystem anders funktioniert als das von Männern. Das weibliche Immunsystem reagiert rascher. Das ist ein klarer Vorteil. Es gibt aber auch einen Nachteil: Autoimmunerkrankungen. Das weibliche Immunsystem erkennt dabei gesunde Einheiten als fehlerhaft und versucht sie zu eliminieren. Unter Stress sind Frauen damit auch anfälliger auf Infektionen.

In der Dermatologie wird alles über den Lifestyle für "die Frau" bestimmt. Es gibt psychosoziale Hintergründe für viele Erkrankungen. Das wird ignoriert und nebenher wird schamlos ein Bild der Frau propagiert, das nur dazu dient, Frauen möglichst viel Geld für sogenannte "Schönheitsoperationen" abzunehmen. In den USA wurden letztens 45 Millionen US$ für die Botox-Werbung ausgegeben. Die Einnahmen bei dem Nervengift Botox müssen also gewaltig sein, wenn die Industrie so nebenbei 45 Mill. US$ für Werbung ausgeben kann.

Die Medizin ist ganz klar zum Wirtschaftsfaktor verkommen. Es geht nicht um Heilung, sondern um Geld. Der grösste Markt hier ist der Anti-Aging-Markt.

Im Jahr 2001 wurden allein in Deutschland 800.000 vermeintliche "Schönheitsoperationen" an Frauen durchgeführt. Hauptsächlich an Brust und Gesicht der Frauen. Keiner dieser Eingriffe ist ohne Risiko, da eben keine Operation harmlos ist!

Im Jahr 2000 wurden in Deutschland 1.2 Billionen DM (EU: Milliarden DM) für Hormonpräparate mit Östrogen ausgegeben. Wenn von "Hormonpräparaten" oder "Hormonen" die Rede ist, assozieren die meisten Menschen automatisch "Östrogen". So weit hat es die Pharma-Industrie schon gebracht.

Frauen sind auch doppelt so häufig von psychologischen Diagnosen (zu ihrem Nachteil) betroffen. Da werden natürlich auch (männliche!) Medikamente verschrieben. Und das weil die Norm eben der Mann ist. Entspricht die Frau psychologisch nicht dem definierten Bild der Frau, ist sie "eben nicht zurechnungsfähig". Dabei sind Frauen gar nicht labil, wie das sehr oft für das weibliche ("schwache") Geschlecht diagnostiziert wird. Nein, Frauen sind viel flexibler als Männer, was wiederum ein grosser Vorteil ist.

Das Burn-out-Syndrom tritt bei Frauen häufiger auf als bei Männern. Obwohl die Ursache, durch Doppelbelastung Haushalt, Kinder, Beruf, klar sein sollte, verstehen das männliche Schulmediziner nicht. Es wird nämlich nur die berufliche Belastung eingerechnet. Wenn also zuhause etwas nicht stimmt, im Job alles soweit ok ist und es kommt zum Burn-out-Syndrom, dann "darf das nicht sein, weil es ja gar nicht sein kann".

Gewalterfahrungen prägen in der Regel einen Menschen für das ganze Leben. Diese Gewalterfahrungen werden allerdings von der westlichen Medizin überhaupt nicht berücksichtigt. Auch das führt zu vielen Problemen und viel Leid, das wieder zulasten der Frau geht.

Bei Frauen sind Falschdiagnosen, Falschbehandlungen, Falschmedikation usw. also an der Tagesordnung. Wie auch  könnte das System dazu bewegt werden, etwas zu ändern, wenn es doch nur um Geld, und nicht um Heilung, geht?

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Quelle:

Rede von Dr.in med. Ingrid Olbricht beim Matriarchats-Kongress in Luxembourg (Zusammenfassung von einem Kongress-Teilnehmer und Matriarchat.Info-Leser)

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Warum Männer und Frauen anders auf Medikamente reagieren - Ein Artikel vom 8.7.2006 in Wissenschaft.de - Ob die hier beschriebenen Erkenntnisse tatsächlich in der Praxis Anwendung finden, bleibt wohl der Rentabilitätsrechnung  der Pharmaindustrie überlassen ...


 

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