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Der Umgang mit Sexualität in Stammesgesellschaften |
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Geschrieben von James DeMeo
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Seite 1 von 4 Übersetzt aus dem Englischen von Ruth Sielken und Marc Rackelmann
Bei vielen Existenzminimum-Kulturen dieser Erde gibt es keine Tabus gegen voreheliche sexuelle Verbindungen, oder zumindest bestanden diese Kulturen bis in die frühen 20er Jahre, als sie von verschiedenen Anthropologen beobachtet und beschrieben wurden. Die sozialen Einrichtungen dieser Kulturen erleichterten und schützten die sexuellen Gefühle und Wünsche Jugendlicher.
Die Kinder solcher Gesellschaften begannen spontan im Alter von fünf oder sechs Jahren ihre Interessen weg von der kindlichen Mutterbindung auf Kontakte mit anderen Kindern auszuweiten. Ab diesem Alter schlossen sie sich Gruppen Gleichaltriger oder Kinderdemokratien an und verbrachten einen großen Teil der Tage und Nächte in gemischten Gruppen von Kindern und Jugendlichen beiderlei Geschlechts.
Das Besondere an diesen Kindergruppen war das Fehlen jeglicher Kontrolle oder Beaufsichtigung und die auf Übereinstimmung beruhende, sich selbst regulierende Art, in der die Kinder ihre täglichen Aktivitäten einteilten und bestimmten.
Bei den Kindern dieser Kulturen wurden auch sehr starke sexuelle Interessen beobachtet, und schon in sehr frühem Alter spielten sie sexuelle Spiele. Im Umgang mit anderen Kindern eigneten sie sich spielerisch das Wissen über sexuelle Dinge, einschließlich des Geschlechtsverkehrs, innerhalb eines sexual- und lebensbejahenden sozialen Rahmens an.
Während der späteren Kindheit und Jugend schliefen sie in speziellen, für junge Leute bestimmten Unterkünften. Sie schliefen ziemlich regelmäßig miteinander, meist jede Nacht, wobei die Jüngeren zunächst möglichst viele Erfahrungen mit wechselnden PartnerInnen sammelten.
Diese Periode der sexuellen Experimente dauerte jedoch nicht an. Die älteren Jugendlichen schlossen schließlich ernsthaftere und stabilere Partnerschaften und ließen sich nicht mehr auf andere LiebhaberInnen ein.
Schließlich kam es zu einer für beide sehr befriedigenden Liebesheirat.
Obwohl es in diesen Kulturen eine Reihe bemerkenswerter soziologischer Phänomene gibt – wie das generelle Fehlen von Homosexualität, Impotenz, Vergewaltigung, Diebstahl, Gewalt und Sadismus, oder die partnerschaftlich-soziale Stellung der Frau und die große emotionale Zuwendung für Säuglinge und Kinder [1] – ist für diesen Artikel vor allem das generelle Fehlen von Schwangerschaften bei den sexuell aktiven Mädchen von Interesse.
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