| Mittsommer - Nacht zum 21. Juni
Dies ist die kürzeste Nacht des Jahres und der Tag, an dem die Sonne am längsten scheint.
Das Symbol für die Sonne ist seit matriarchalen Zeiten ein Kreis mit umgebenden Strahlen. In der Grabkammer von Sess Kilgren, Irland z.B. treffen die Strahlen der Sonne zur Sonnenwende exakt auf dieses in Stein geritzte Zeichen.
Die einfachste Version des Sonnensymbols ist ein Kreis mit einem Punkt in der Mitte und wird bis heute so in der Astrologie verwendet. Es steht für "die Mitte und die konzentrierte Lebenskraft".
Sonnentänze
Tanz war schon immer ein wichtiges kultisches Element in matriarchalen Gesellschaften. Deshalb haben sich Tänze wie der zu Ehren der Sonne lange erhalten.
Sonnentänze sind durch Predigten bezeugt, in denen die Pfarrer gegen den heidnischen Kult wetterten.
Das Fest des Johannes findet drei Tage nach der astronomischen Sommersonnenwende, die auf den 21. Juni fällt, nämlich am 24. Juni statt. Warum?
Obwohl sich im baltischen Christentum Johannes als Janisvater und Ehemann der "Mutter Janis", der ehemaligen Sonnengöttin Saule, eingeschlichen hatte und Christus sowie Johannes der Täufer unübersehbar die Präsenz des Christentums an Festtagen markieren, die vor ihnen Sonnengötter und noch früher Sonnengöttinnen innegehabt hatten, war es dem Christentum nicht gelungen die „heidnischen" Kulte sofort zu verdrängen, welche das Fest noch zum Tag der Sonnenwende begangen haben.
Die Verschiebung um drei Tage ist damit zu erklären, dass ein Ausweichdatum in Kauf genommen werden musste.
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