Über den genuinen Lebensstil von Ureinwohnern im Gegensatz zum Leben im Patriarchat
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Glossar E- egalitär
- Egalitäre Gesellschaften sind im weitesten Sinne
Gesellschaften, die in sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht die Gleichheit
ihrer Mitglieder betonen. Kennzeichen einer egalitären Gesellschaft
ist zudem die zeitlich begrenzte und situationsbedingte Übergabe von Autorität
an Personen, die besonders qualifiziert sind (beispielsweise die Leitung eines Rituals durch einen Ältesten).
- Evolutionismus
Evolutionismus (lateinisch evolutio: Entwicklung), ist ein in der Ethnologie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vorherrschender theoretischer Ansatz, wobei die Anhänger des Evolutionismus davon ausgingen, dass alle Kulturen verschiedene Stadien der gleichen, unilinear verlaufenden Entwicklung durchleben, die nach bestimmten, vorgegebenen Gesetzmäßigkeiten, von einfachen Strukturen hin zu komplizierten Systemen, verläuft. Dabei wurden die Kulturen der nichtindustriellen Gesellschaften als Frühstadien eines allgemein nachweisbaren Entwicklungsschemas aufgefasst, das in der modernen westlichen Gesellschaft gipfelt.
Die Vertreter des Evolutionismus versuchten, eine Natur und menschliche Gesellschaft umfassende Einheitswissenschaft zu schaffen, die sich auf das allgemeine Grundprinzip Entwicklung zurückführen ließe. In ihrem Bestreben, das religiöse Weltbild ihrer Zeit, in dem alles durch den göttlichen Schöpfungswillen festgelegt schien, zu überwinden, waren sie stark vom Gedankengut der Aufklärung beeinflusst. Im Zeitalter des Imperialismus dienten ihre Theorien aber im starken Maß der Rechtfertigung von kolonialer Herrschaft und Zwangsmissionierung.
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