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Matriarchat.Info
Über den genuinen Lebensstil von Ureinwohnern im Gegensatz zum Leben im Patriarchat
 
Was ist ein Matriarchat?
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Akephalie
Akephale Gesellschaften sind solche ohne Zentralinstanzen. Akephalie (griechische Vorsilbe a- = ohne / un-, képhalos = Kopf, Haupt) heißt "ohne Oberhaupt (Staat, Häuptling etc.)". Der Ausdruck wird in der Ethnologie benutzt, um tribes without rulers zu kategorisieren.
Bachofen
Der Basler Altertumsforscher Johann Jakob Bachofen publizierte seine Schrift über das Mutterrecht 1861. Neben vielen anderen Zeitgenossen zeigte sich auch Friedrich Engels begeistert und lobte das Buch als „Revolution”.
Tatsächlich stellte die Untersuchung das seinerzeit noch völlig unangefochtene Patriarchat erstmals in Frage, zumindest theoretisch, indem es aus der Interpretation von Mythos und alter Geschichte den Nachweis einer historischen Alternative erbrachte.
Johann Jakob Bachofen: Das Mutterrecht. Eine Untersuchung über die Gynaikokratie der alten Welt nach ihrer religiösen und rechtlichen Natur. Hg. von Hans-Jürgen Heinrichs. Frankfurt am Main, 1975.
Anmerkung: Bachofen hat übrigens nie das Wort "Matriarchat" verwendet, sondern "Gynaikokratie" (grch. gynos = Frau)
egalitär
Egalitäre Gesellschaften sind im weitesten Sinne Gesellschaften, die in sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht die Gleichheit ihrer Mitglieder betonen. Kennzeichen einer egalitären Gesellschaft ist zudem die zeitlich begrenzte und situationsbedingte Übergabe von Autorität an Personen, die besonders qualifiziert sind (beispielsweise die Leitung eines Rituals durch einen Ältesten).
Evolutionismus

Evolutionismus (lateinisch evolutio: Entwicklung), ist ein in der Ethnologie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vorherrschender theoretischer Ansatz, wobei die Anhänger des Evolutionismus davon ausgingen, dass alle Kulturen verschiedene Stadien der gleichen, unilinear verlaufenden Entwicklung durchleben, die nach bestimmten, vorgegebenen Gesetzmäßigkeiten, von einfachen Strukturen hin zu komplizierten Systemen, verläuft.

Dabei wurden die Kulturen der nichtindustriellen Gesellschaften als Frühstadien eines allgemein nachweisbaren Entwicklungsschemas aufgefasst, das in der modernen westlichen Gesellschaft gipfelt.

Die Vertreter des Evolutionismus versuchten, eine Natur und menschliche Gesellschaft umfassende Einheitswissenschaft zu schaffen, die sich auf das allgemeine Grundprinzip Entwicklung zurückführen ließe.

In ihrem Bestreben, das religiöse Weltbild ihrer Zeit, in dem alles durch den göttlichen Schöpfungswillen festgelegt schien, zu überwinden, waren sie stark vom Gedankengut der Aufklärung beeinflusst.

Im Zeitalter des Imperialismus dienten ihre Theorien aber im starken Maß der Rechtfertigung von kolonialer Herrschaft und Zwangsmissionierung.

Flagellation

Flagellanten (Geißler, Geißelbrüder, Flegler oder Bengler), eine Brüderschaft des 13. Jahrhunderts, die die von der Kirche gebotenen Gnadenmittel zurückweisend, sich durch die Geißelung des Körpers Vergebung der Sünden zu erlangen suchte.

Zwar kannte das Altertum auch flagellantische Kulte aus heidnischen Einflüssen, wie etwa die Luperkalien, doch war dabei das gerade Gegenteil die Absicht, denn während das Altertum in der Flagellation den "Schlag mit der Lebensrute", also der sinnlichen Liebesumarmung betrieb, um das Fleisch zur höchsten Lebendigkeit zu erwecken, suchten die Flagellanten des Mittelalters durch die Geißelung das Fleisch zu ertöten.

Fruchtbarkeitskult
Die als Fruchtbarkeitskulte bezeichneten Zeremonien und Handlungen sind rein patriarchaler Natur. Nur im Patriarchat ist große Fruchtbarkeit bei Mensch und Tier erstrebenswert, weil damit Reichtum angehäuft werden kann. Beginnend bei den ersten Hirten und Viehzüchtern des entstehenden Patriarchats, hat sich die Akkumulation (Anhäufung) des Viehbestands der Herden durch gezielte Zucht heute auch auf das Geld übertragen. Der moderne Ausdruck lautet "Kapitalismus".
Die patriarchalen Fruchtbarkeits-Handlungen finden Ausdruck in Abtreibungsgesetzen, die möglichst vielen Geburten Vorschub leisten, Konsum als Lebenssinn, Maximierung von Wachstum und Ausbeutung, was zu Überbevölkerung, Armut, Umweltverschmutzung und -zerstörung führt.

Siehe dazu: Entstehung des Patriarchats.
Gott
Gott ist ein politisches Konzept. Es wurde etwa 3500 v.Chr. mit der Entstehung des Patriarchats erfunden und seitdem weiter entwickelt, um "moralisch" das patriarchale Gesellschaftssystem zu stützen, speziell das hierarchische Rechtssystem. Alle patriarchalen Völker haben auch einen Vatergott in ihrer Religion (Judentum, Islam ect.), dessen angebliche Gesetze immer zu den jeweiligen Staatsgesetzen passen. Daher sind Religion und Staat immer miteinander verknüpft.

Wenn man nicht das patriarchale Gottes-Konzept meint, sondern die Natur, den spirituellen Geist, Lebensquell usw., dann ist die Verwendung des Begriffs "Gott" (so wie die sprachliche Ableitung 'Göttin') unkorrekt. An Götter muss geglaubt werden, weil sie eine - relativ junge - Erfindung sind, aber über die Natur und die kosmischen Gesetze kann man wissen, weil sie erfahrbar sind.

Katharsis
Katharsis (griechisch katharsis: Reinigung), ein Begriff aus der griechischen Tragödie, wo das Durchleben heftiger psychischer Affekte wie Trauer oder Angst zu einer Läuterung bzw. Überwindung dieser Zustände führen soll.

In der Psychologie wurde dieses Prinzip in Form der Kathartischen Methode erstmals 1895 eingesetzt, um die therapeutische Freisetzung starker Emotionen wie Spannung oder Angst zu erreichen und so letztlich die Befreiung von krankmachenden Bewusstseinszuständen zu bewirken.

Dies geschieht spontan und kann nicht willentlich herbeigeführt werden. Insofern sind Anweisungen sich abzureagieren nutzlos.

Bei traumatisierten Menschen kommt es durchaus vor, das im Verlaufe einer Psychotherapie irgendwann ein kathartischer Durchbruch erfolgt. Danach spürt diese Person ihre Gefühle wieder klarer, und kann sie auch wieder regulieren, darüber verfügen.

Im Dichterischen (geht auf Aristoteles zurück) wird das Leben an sich auch als Drama in drei Akten geschildert :

Erst die Krisis, also die Schilderung des Unzulänglichen, des Bösen, des Falschen in unserer Kultur, wie sie nur einem Geiste gelingen kann, der um das Notwendige, das Gute, Wahre weiß.

Zweiter Akt: Das so gewonnene Bewusstsein bewirkt eine Katharsis und führt zu dem

dritten Akt: dem Standpunkt des "Ich", das in Freiheit erkennt und aus Liebe handelt. Solche Erkenntnis wirkt heilend.


komplementär
Einander ergänzend
Konsens

Übereinstimmung, von lateinisch consensus, Abstraktum von lat. consentIre "übereinstimmen, einverstanden sein", zu lat. sentire "empfinden, wahrnehmen" und lat. con-.

Ein Kennzeichen matriarchaler Gesellschaften ist, dass Entscheidungen per Konsens gefällt werden.

Lineage
Patrilineage(von lateinisch pater: Vater und linia: Linie), ist in der Soziologie und Ethnologie die Bezeichnung für ein gesellschaftliches Ordnungssystem, bei dem die Abstammung durch die väterliche Linie bestimmt wird und alle Kinder den Namen des Vaters tragen oder zu seinem Clan gehören (Patrilinearität). Einer Patrilinie im engeren Sinn gehören lediglich männliche Nachkommen an, also Enkelsohn, Sohn, Vater, Großvater, Urgroßvater usw. Weibliche Nachkommen werden der Linie des Vaters zugeordnet.
Matrilineage (von lateinisch mater: Mutter, und linia: Linie), in der Soziologie und Ethnologie Bezeichnung für ein Sozialsystem, bei dem die Abstammung über die mütterliche Linie festgelegt wird, so dass alle Kinder zum Clan der Mutter gehören (matrilinear). Einer Matrilinie im engeren Sinn gehören lediglich weibliche Nachkommen an, also Enkeltochter, Tochter, Mutter, Großmutter, Urgroßmutter usw. Männliche Nachkommen werden der Linie der Mutter zugeordnet.
Menarche
Erste Menstruation.
Mutterrecht
Der Begriff geht auf Johann Jakob Bachofen zurück, dem Verfasser von "Das Mutterrecht". Bachofen verwendete die Begriffe Gynäkokratie und Mutterrecht, wobei er Mutterrecht nicht mit Frauenherrschaft gleichsetzte.

Wenn der Begriff Mutterrecht bzw. mutterrechtlich heutzutage verwendet wird, ist damit häufig "matriarchal" gemeint im Unterschied zum Vaterrecht (Patriarchat). Allerdings ist AutorInnen oft nicht klar, was matriarchal - oder auch mutterechtlich - eigentlich genau bedeutet.
mütterlich
Mütterlich ist eine Frau oder ein Mann, der oder die eine innige Beziehung der Hege und Pflege eines Kindes während des Heranwachsens dieses Kindes erfüllt. Mütterlichkeit ist eine Hegebeziehung und nicht an ein Geschlecht gebunden.
Die Mutterrolle ist die einzige Rolle, die zu einem Säugling in den ersten Monaten eine Beziehung herstellen kann. Sie wird instinktiv von Vätern, anderen Kindern oder sonstigen Personen gespielt, die sich, und sei es nur für einen Augenblick, um das Kind kümmern. Das Kind bedarf der mütterlichen Behandlung, aber zwischen Geschlechtern oder Altersgruppen zu unterscheiden ist nicht Sache eines Babies.
Notfeuer

Notfeuer (altdeutsch Nodfyr, Wildfeuer - im eigentlichen Sinn von wirklichem Feuer: der Blitzstrahl und das dadurch hervorgerufene Feuer; noch lebendig in der steirischen Mundart. Wildfeuer war auch der Begriff für Leidenschaftlichkeit), im germanischen Altertum das zu religiösem Gebrauch und für Heilzwecke gebrauchte Feuer, welches nach der Methode der Naturvölker durch Reibung zweier Hölzer neu erzeugt werden musste. Sowohl die Oster- und Johannisfeuer als auch diejenigen, durch welche man das kranke Vieh trieb, mussten nach vorausgegangener Löschung aller brennenden Feuer im Ort so erzeugt werden.

es war das ungelöschte wildfeuer des jahres 1813, das damals noch sengte .. dies wildfeuer flammte, ein feuer, das den hort des versunkenen volksthums anzeigte Heinrich Pröhle (1822- 1895)

Die Sitte fand sich übrigens bereits im alten Indien und ging auf Griechen und Römer über, bei denen das Feuer der Vesta an einem bestimmten Tag im Jahr (wie später die Osterfeuer), oder wenn es aus Nachlässigkeit verlöscht war, auf diese Weise neu erzeugt werden musste, wie auch dasjenige, durch welches bei dem Hirtenfest der Palilien in Rom die Viehherden getrieben wurden. Am längsten hat sich die Sitte in Thüringen und im Harz erhalten, wo noch 1842 und später (in der Gegend von Quedlinburg) amtlich von den Ortsschulzen Notfeuer angeordnet wurden, um die Schweine gegen Milzbrand zu schützen.

Prophylaxe
Vorbeugung, vorbeugende Maßnahme
segmentär
Der Begriff segmentäre Gesellschaft bezeichnet in der Ethnologie eine bestimmte politische Organisationsform von Gesellschaften ohne Staat oder Zentralinstanz, in denen die Abstammungsgruppen das dominierende Ordnungsprinzip abgeben. Buchtitel wie "Tribes Without Rulers" (Middleton/ Tait 1958) oder "Regulierte Anarchie" (Sigrist 1967) verweisen auf das Hauptcharakteristikum segmentärer Gesellschaften: das Fehlen von Herrschaft.

Damit erklärt sich auch das große wissenschaftliche und politische Interesse, das diese Gesellschaften seit ihrer "Entdeckung" in den 30er Jahren erfahren haben. Ihre Erforschung durch die britische Sozialanthropologie hat gezeigt, dass Herrschaftslosigkeit nicht nur in kleinen Wildbeutergruppen möglich ist, sondern auch in großen Stammesgesellschaften, in denen sich mehrere zehn- oder hunderttausend Menschen ohne Zentralgewalt zu politischem Handeln vereinen können.
Zu den bekanntesten Beispielen zählen die Nuer und Dinka in Ost-, die Tallensi und Tiv in West-und die Beduinen der Cyrenaika in Nordafrika.

Der Evolutionismus hatte Herrschaft mit gesellschaftlicher Ordnung überhaupt gleichgesetzt und Herrschaftslosigkeit auf die "Urvölker" beschränkt, die noch "an der Nabelschnur des naturwüchsigen Gemeinwesens hängen" (Marx/Engels). Max Weber schrieb dazu: "Eine nur durch die gedankenlose, oder irgendwelche unbestimmten Folgen von Neuerungen scheuende, Innehaltung des faktisch Gewohnten regulierte Anarchie kann fast als der Normalzustand primitiver Gemeinschaften angesehen werden" (1921).

Dass gerade britische Ethnologen die Struktur und Funktionsweise "regulierter Anarchien" erforschten, erklärt sich auch durch den langen und hartnäckigen Widerstand solcher Völker gegen die Unterwerfung durch die britische Kolonialmacht und gegen die anschließende Kontrolle.

Die Suche nach dem Verantwortlichen, auf den eine Politik der "indirekten Herrschaft" hinsichtlich Steuer, Rechtsprechung und Verwaltung angewiesen war, blieb erfolglos.

Ebenso irritierte die Art des Widerstands gegen die militärische Übermacht: "gezieltes Ausweichen ohne Unterwerfung". Die Kolonialverwaltung sah sich veranlasst, die soziale Organisation dieser unregierbaren Völker ethnologisch, d. h. "von Innen her", untersuchen zu lassen.

Die Gruppen konnten sich aufteilen (segmentieren), ohne Form oder Funktion zu verlieren. Die Solidarität gründet sich dabei auf die Anerkennung gegenseitiger Ähnlichkeit (mit gleichen Zielen und Absichten), während das Solidaritätsgefühl der Mitglieder von arbeitsteilig differenzierten Gesellschaften (Patriarchat) auf gegenseitige Abhängigkeit gegründet ist (unfreiwillige Solidarität).

Fortes und Evans-Pritchard erkennen in der segmentären Gesellschaft eine andere Form gesellschaftlichen Gleichgewichts: Es besteht zwischen einer Anzahl von Segmenten, wie der einer Zitrusfrucht, die politisch gleichrangig und gleichartig unterteilt seien und sich über Solidaritätsverpflichtungen innerhalb unilinearer Abstammungsgruppen erhalten.

Das segmentäre Funktionsmodell hat Evans-Pritchard am Beispiel der nilotischen Nuer beschrieben. Die Ebenen politischen Handelns sind Territorialsegmente: Dörfer gruppieren sich zu tertiären Stammessegmenten, die sich zu sekundären und primären Segmenten verbinden können. Mehrere primäre Segmente bilden einen Stamm, die größte politische Einheit der Nuer.

Von den zwischen 5000 und 40 000 Mitglieder umfassenden Nuer-Stämmen verfügt jeder über ein eigenes Territorium und ist mit Feldern, Weiden, Wasserstellen und Fischfanggründen ökonomisch unabhängig. Der Stamm bildet eine rechtliche Einheit; er umfasst das größte Gebiet, innerhalb dessen Fehden durch Schlichtung beigelegt werden können und das im Kampf nach außen zusammenhält (z.B. gegen Kolonialisten). Der Stamm ist jedoch keine Einheit "an sich"; diese stellt sich nur her in Opposition zu anderen Stämmen; seine Einheit ist also relativ.

Siehe auch: Artikel "Segmentäre Gesellschaften " auf dieser Website.

Sexpol
1930 in Berlin von Wilhelm Reich gegründete Bewegung für Sexualökonomie und Orgon-Energetik im Netzwerk.

Als Höhepunkt seiner politischen Karriere gilt Reichs Mitarbeit bei der legendären „deutschen Sexpol“ – oder auch: Reichsverband für proletarische Sexualpolitik, dem, laut Reich, vollen Namen dieser Organisation – einer Unterorganisation der KPD.

Dieser kommunistische Sexualreformverband hat den Reichschen Biografien zufolge Erstaunliches zustande gebracht. Ihm sei es gelungen „sonst unzugängliche Leute zu politisieren“ (Laska 1981:70) und innerhalb kurzer Zeit habe er es auf 40.000 Mitglieder gebracht, bis der Verband mit der KPD in Konflikt geraten sei, die dieses sexualpolitische Experiment noch vor der nationalsozialistischen Machtergreifung gestoppt habe.

Ende der Sechziger wurde die Sexpol als Vorbild für die sexualpolitischen Experimente der Studentenbewegung sehr freizügig genutzt.

Sexualtheorie

Von Wilhelm Reichs Sexualtheorie zum psychosomatischen Konzept des genitalen Charakters:

Im gesunden Organismus kann die sexuelle Erregungsspannung durch den körperlichen Orgasmus transformieren. Aus ihm entstehen Entspannung und Gefühle von Liebe und Dankbarkeit.

Inneren Hemmungen und der Mangel an Fassungsvermögen für die sexuelle Erregungsspannung verhindern beim kranken Organismus, daß die im Liebesakt aufgebaute sexuelle Erregung adäquat gelöst werden kann. Sie besteht statt dessen fort und überflutet das menschliche Energiesystem. Dadurch werden sadistische und destruktive Einstellungen und Verhaltensweisen ausgelöst, die sich zu dauerhaften Charakterzügen verfestigen.

“Es entstehen dadurch Stauungen biologischer Energie, die zu Quellen irrationaler und destruktiver Handlungen werden.

Die seelischen Krankheiten sind Ergebnisse der gesellschaftlichen “Sexualunordnung”. Diese Unordnung hat seit Jahrtausenden die Funktion, den Menschen den jeweils vorhandenen Seinsbedingungen zu unterwerfen … Sie dient der seelischen Verankerung der mechanisierten und autoritären Zivilisation durch Verunselbständigung der Menschen.” (Zit. Wilhelm Reich, Die Entdeckung des Orgons 1 – die Funktion des Orgasmus. Kiepenheuer und Witsch)

Reich entwickelt aus der orthodoxen Psychoanalyse die abgewandelte Form der Charakteranalyse und etwas später (ca. 1933) die charakteranalytischen Vegetotherapie durch die aktive Einbeziehung des Körpers in das therapeutische Geschehen. Ziel ist die Lockerung des “Panzers” des Erkrankten. Das stellt die emotionale und psycho-vegetative Beweglichkeit (Pulsation) wieder her. Dadurch kann auch psychosomatischen Krankheiten besser begegnet werden.

Implizit fanden bereits viele Aspekte der Arbeiten WRs auf direktem oder indirektem Wege Einzug in verschiedene psychotherapeutische Richtungen (u.a. Psychoanalyse, Gestalttherapie, Bioenergetik).

Spiritualität

Geistigkeit, geistige Beschaffenheit, Ggs. → Materialität

Spiritualität wird auf diesen Seiten von "Religion" abgegrenzt, weil patriarchale Religionen immer materiell ausgerichtet sind. Außerdem beruht Spiritualität auf wissen (aus Erfahrung), Religion jedoch auf glauben.

Vaterrecht
Mit Vaterrecht bzw. vaterrechtlich wird auf das Patriarchat Bezug genommen. Vgl. Der Begriff Patriarchat .

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