Gott ist ein politisches Konzept. Es wurde etwa 3500 v.Chr. mit der Entstehung des Patriarchats erfunden und seitdem weiter entwickelt, um "moralisch" das patriarchale Gesellschaftssystem zu stützen, speziell das hierarchische Rechtssystem. Alle patriarchalen Völker haben auch einen Vatergott in ihrer Religion (Judentum, Islam ect.), dessen angebliche Gesetze immer zu den jeweiligen Staatsgesetzen passen. Daher sind Religion und Staat immer miteinander verknüpft.
Wenn man nicht das patriarchale Gottes-Konzept meint, sondern die Natur, den spirituellen Geist, Lebensquell usw., dann ist die Verwendung des Begriffs "Gott" (so wie die sprachliche Ableitung 'Göttin') unkorrekt. An Götter muss geglaubt werden, weil sie eine - relativ junge - Erfindung sind, aber über die Natur und die kosmischen Gesetze kann man wissen, weil sie erfahrbar sind.